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Die Erbfolge Drucken E-Mail
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Erbfolge

 

Die 4 Grundprinzipien

Die gesetzliche Erbfolge tritt immer dann ein, wenn ein Testament oder ein Erbvertrag des Erblassers nicht besteht.
Gesetzliche Erben sind Verwandte des Erblassers, die Ehegatten und wenn weder Verwandte noch Ehegatten zum Zeitpunkt des Todes vorhanden sind, der Staat.

Durch Heirat entsteht keine Verwandschaft. Dem entspricht im Erbrecht die gesonderte Regelung des Ehegattenerbrechts.

 
 
 
1. Das Ordnungs- oder Parentelsystem

Um die Erben einer Person herauszufinden, werden die Verwandten in Ordnungen eingeteilt. Erben einer vorgehenden Ordnung schließen nach § 1930 BGB solche entfernterer Ordnungen von der Erbfolge aus. Dadurch erfolgt eine erste Eingrenzung des erbberechtigten Personenkreises.

Erben 1. Ordnung sind die Abkömmlinge des Erblassers.
Das sind Kinder, Enkel, Urenkel usw. unabhängig davon, ob sie ehelich oder unehelich geboren, oder ob sie adoptiert wurden.

Erben 2.Ordnung sind die Eltern des Erblassers und deren Abkömmlinge, soweit sie nicht zur 1. Ordnung gehören.
Das sind Eltern, Geschwister, Neffen und Nichten.

Erben 3. Ordnung sind die Großeltern des Erblassers und deren Abkömmlinge soweit sie nicht zu einer vorhergehenden Ordnung gehören.
Das sind Tante, Onkel, Cousins und Cousinen

Erben 4. Ordnung die Urgroßeltern des Erblassers und deren Abkömmlinge

Erben weiterer Ordnungen sind die weiter entfernten Voreltern und deren Abkömmlinge.

 
 
2. Stamm- bzw. Linienprinzip

Sind Erben der 1. Ordnung vorhanden, so erfolgt die Ermittlung der Erben nun nach Stämmen.
Jedes Kind des Erblassers bildet einen Stamm, zu dem auch seine jeweiligen Abkömmlinge zählen. Die Stämme erben je zu gleichen teilen. Bei zwei Kindern zu 1/2, bei drei Kindern je zu 1/3. Sind nur Erben der 2. und 3. Ordnung da, so wird vor dem Stammes- das Linienprinzip angewandt. Linie ist die vom Erblasser aus betrachtete Abstammung von den Eltern bzw. den Großeltern. Sie wird von Mutter und Vater als eine mütterliche und eine väterliche Linie vermittelt. Leben keine Erben der 1.Ordnung, aber die Eltern des Erblassers, so erben sie zu je 1/2. Lebt nur noch ein Elternteil erbt er zu 1/2, die Abkömmlinge des verstorbenen Elternteils treten in dessen Erbe ein, wieder zu jeweils gleichen Teilen. In der 3. Ordnung wären dann 4 Stammeltern, zwei in der mütterlichen Linie, zwei in der väterlichen.

 
 
3. Das Repräsentationsprinzip

Das Repräsentationsprinzip gilt innerhalb eines Stammes. Es besagt, dass lebende Stammeltern ihre Nachkommen von der Erbfolge auschließen. Sind die Eltern verstorben, so gilt das Eintrittsrecht § 1924 Abs. 3 BGB. Das bedeutete, dass die Kinder an die Stelle der verstorbenen Eltern treten.

 
 
4. Das Grad- oder Gradualsystem

Das Gradsystem gilt von der 4. Ordnung an statt der Erbfolge nach Linien und Stämmen, §§ 1928 Abs.3, 1929 BGB. Das bedeutet, der gradmäßig nähere Verwandte schließt die entfernteren Verwandten von der Erbfolge aus. Die Verwandschaft ist ein Begriff aus dem Familienrecht. Nach § 1589 S. 3 BGB bestimmt sich der Verwandtschaftsgrad nach der Anzahl der die Verwandtschaft vermittelnden Geburten.

 
   
   
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