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Ehegattenerbrecht Drucken E-Mail
Bahnstraße 48, 40210 Düsseldorf, Tel. (0211) 36 33 26

 


 

 

 

Erbrecht der Ehegatten

 

Der Anteil des überlebenden Ehegatten wird durch zwei Faktoren bestimmt (§ 1931 BGB):

  1. welche Verwandten neben dem Ehegatten vorhanden sind und welcher Ordnung sie angehören
  2. in welchem Güterstand die Ehegatten gelebt haben
 
 

1. Erbrecht des Ehegatten neben Verwandten

Der überlebende Ehegatte erbt ohne Berücksichtigung des Güterstandes:

  • neben Verwanten 1. Ordnung zu 1/4;
  • neben Verwandten 2. Ordnung oder Großeltern zu 1/2;
  • neben Verwandten 3. Ordnung, wenn keine Großeltern da sind, alleine;
 
 

2. Der "Voraus" des Ehegatten

Nach § 1932 BGB erhält der Ehegatte als gesetzlicher Erbe einen Anspruch auf die zum ehelichen Haushalt gehörenden Gegenstände, soweit sie nicht Zubehör eines Grundstückes sind, und die Hochzeitsgeschenke.
Neben Erben 1. Ordnung, also Kindern und Enkeln des Erblassers, bekommt der Ehegatte den Voraus nur, soweit er die Gegenstände zur Führung eines angemessenen Haushalts braucht. Neben Erben entfernterer Ordnungen steht dem Ehegatten der Voraus uneingeschränkt zu.

 
 

3. Erbrecht des Ehegatten unter Berücksichtigung des Güterstandes

1. Zugewinngemeinschaft:

Haben die Eheleute keine Regelung über den Güterstand getroffen, so leben sie nach § 1363 BGB im gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft.

In diesem Fall steht dem überlebende Ehegatte zum Anteil, der sich aus seinem Erbrecht neben Verwandten (siehe 1.) ergibt, nach § 1371 Abs.1 BGB zusätzlich 1/4 des Erbes zu.
Der Ehegatte hat hier auch die Möglichkeit die Erbschaft nach § 1372 Abs.3 BGB auszuschlagen, dann bekommt hat er den Anspruch auf Zugewinnausgleich und den Pflichtteil. Dies ist eine Sonderregelung für Ehegatten; normalerweise verliert ein Erbe seinen gesamten Anspruch, wenn er das Erbe ausschlägt.

Diese Möglichkeit kann für den Ehegatten unter Umständen vorteilhafter sein, als den pauschalen Anteil von 1/4 des Erbes anzunehmen.

2. Gütertrennung:

Bei Gütertrennung gilt weitgehend die Erbregelung für Ehegatten neben Verwandten.
Nur für den Fall,dass neben dem Ehegatten ein oder zwei Kinder des Erblassers erben gilt die besondere Regelung des § 1931 Abs.4 BGB der besagt, dass dann der Ehegatte und die Kinder zu gleichen Teilen erben.

3. Gütergemeinschaft:

Es bleibt uneingeschränkt bei der Regelung für Ehegatten neben Verwandten.
Dem Ehegatten steht hier der güterrechtlichen Auseinandersetzungsanspruch nach §§ 1416,1474 ff. BGB zu. Das ist keine Frage des Erbrechts, sondern des ehelichen Güterrechts.

 
   
   
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Alle Informationen auf dieser Internetseite dienen lediglich der Grundinformation und ersetzen keinesfalls eine fachkundige Beratung.Ich weise ausdrücklich daraufhin, dass ich keinerlei Gewähr für die Aktualität der hier zitierten Normen und Gesetze übernehme; diese waren zum Zeitpunkt der Veröffentlichung  aktuell, können aber aufgrund von Gesetzesänderungen zum heutigen Zeitpunkt bereits nicht mehr der aktuellen Rechtslage entsprechen.

 
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
 


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